Alf Rolla - Der Krimimacher

Interview



Ein kleines Interview mit mir über mich






Wann und wo wurden Sie geboren? Am 05.04.1953 in Herne-Sodingen. Noch genauer? Ich bin eine Hausgeburt gewesen, kam im Wohnzimmer (Erdgeschoss) meiner Eltern zu Welt. Natürlich hatten die beiden auch ein Schlafzimmer, doch das lag im ersten Stock.
Wo wohnen Sie heute? In Köln. Mit der Distanz wächst die Liebe, heißt es – oder?
Wie lange haben Sie für die Kirmes-Recherchen gebraucht? Sechs Monate. Okay, okay. Es waren fünf Monate und 29 Tage.
Nennen Sie drei Gründe, warum man Ihr Buch „Gehse aufe Kirmes“ lesen sollte! Wer sich einmal die tollen Fotos in dem Buch angeschaut hat, stellt sich die Frage nicht – sondern geht zur Kasse
Warum lohnt es sich denn besonders im Ruhrgebiet, aufe Kirmes zu gehen? Oh ... wo soll ich anfangen? Also: Weil nirgendwo anders die Leute so fröhlich und ungezwungen sind. (Langsam glaube ich, dass jemand die Fragen stellt, der noch nie im Revier war)
Welches ist Ihre Ruhrgebietslieblingskirmes? Die Cranger Kirmes natürlich!!!
Und welche ist Ihre Lieblingskirmesattraktion? Die Boxbude – nirgendwo kriegt man live eine bessere Show geboten – mit Sport hat das Ganze natürlich wenig zu tun.
Sie schreiben in Ihrem Buch von einer Begegnung mit einer Dame an der Autoskooter-Kasse. Warum ist Ihnen gerade die im Gedächtnis haften geblieben? Ältere Leute haben eben ein gutes Langzeitgedächtnis. Ach, wie war noch mal die Frage?
Sie haben viele Ruhrgebietler nach ihren Kirmeserlebnisse ausgefragt. Wie sind Sie an all die Leute gekommen? Einfach angerufen – es sind auch einige Bekannte darunter. Nicht weitersagen!
Warum haben diese Menschen so bereitwillig über ihre Erlebnisse gesprochen? Na ja, manche haben auch aufgelegt oder ganz komische Sachen gesagt wie „Willse nich erst mal vorbeikommen und den Deckel bezahlen ...“
Sie schreiben über 1000 Jahre Kirmes im Ruhrgebiet. Wie wird den Ihrer Meinung nach die Kirmes im Ruhrgebiet in 1000 Jahren aussehen? Könnte ich diese Frage beantworten, würde ab morgen früh „Hellseher“ an meiner Wohnungstür stehen.
Was macht für Sie einen typischen Ruhrgebietler aus? Hmmh ... Nochmal neu: Wer dies wissen möchte, sollte mal über die Bahnhofstraße in Herne gehen.
Sind Sie einer? Wie? Sie haben mich noch nicht nie auf der Bahnhofstraße in Herne gesehen?
Was lesen Sie gerne an Ruhrgebietsliteratur? Krimis, Erzählungen, Bücher über Herne, Lexika usw.
Welchen Ruhrgebietler finden Sie richtig toffte? Also, der Herbert Knebel hat schon was ...
Und welche Ruhrgebietlerin? ... und erst mal die Tana Schanzara
Welche Stadt im Ruhrgebiet ist für Sie die Schönste? Ist das noch nicht klar? HERNE Na ja, vielleicht auch BOTTROP. Aus VONDERORT kam meine erste Freundin (Soviel zum Thema „Erinnerungen an die Zeit der Christenverfolgungen“)
Wohin sollten Touristen gehen, wenn Sie einmal "echt Ruhrgebiet" erleben wollen? In eine kleine Kneipe – egal wo!
Wo möchten Sie gerne leben, wenn nicht im schönen Ruhrgebiet? Am Zürichsee in der Schweiz – mir fehlt nur das passende Nummernkonto dazu.
Wem sollte das Ruhrgebiet ein Denkmal bauen, und wo sollte es stehen? Warum ein Denkmal aufstellen? Nur damit die Tauben einen Landeplatz haben? Spaß beiseite! An Jürgen von Manger sollte schon in Herne ein Denkmal erinnern!
Wenn Sie die Möglichkeit hätten, drei Dinge im Ruhrgebiet sofort zu verändern/verbessern – welche wären das? In Herne sollte ein ICE halten – nein! Drei müssten es sein.